Projekt Lola

Projekttyp: Roman
Genre: Romantic Suspense/ Dark Romance
Umfang: 93.000 Wörter

Worum es geht:
Lauren ist entsetzt, als ihr Bruder Joey eines Tages mit zwei Kriminellen zu Hause auftaucht. Joey hat sich mit der Mafia eingelassen. Dabei hat er einen Job ziemlich verkackt, weshalb sie nun Geld fordern und Lauren kurzerhand verpflichten, ebenfalls für sie zu arbeiten. Zunächst widerwillig, findet Lauren allerdings bald Gefallen an den Aktionen und in Dominic, dem Neffen eines Mafia-Bosses, schließlich sogar so eine Art Freund, der sie versteht. Lauren ist stark und alles andere als ein nettes Mädchen. Sie kämpft immerzu gegen die Dämonen der Vergangenheit – den frühen Tod ihrer Mutter und das unglückliche Ende ihrer Beziehung zu ihrem Exfreund Danny. Während sie immer mehr über die Strukturen der Mafia-Familie erfährt, kommen auch Details über ihren Vater und ihre beste Freundin ans Licht – anscheinend sind alle irgendwie mit der Mafia verbandelt. Auch Dominic hat ein Geheimnis, denn er ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Er ist als Undercover-Agent in die Mafiastrukturen eingebunden, um gegen die Russenmafia vorzugehen. Als er beginnt, mit Lauren zu arbeiten, hadert er bereits mit dem Job und der Tatsache, dass er Dinge tun muss, die er selbst verachtet, um seine falsche Identität aufrechtzuerhalten. Zwischen Lauren und Dominic entwickelt sich eine starke Zuneigung, doch irgendwann wird der Auftrag für Dominic zu Ende sein und er wird für immer aus Laurens Leben verschwinden müssen...

Kernfragen: Was ist gut? Was ist böse? Ist man ein schlechter Mensch, wenn man etwas Böses aus „den richtigen Gründen“ tut? Was ist verzeihlich? Was nicht? 

Moodboard:



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Textschnipsel:



  »Los, weg hier!«, rief Dominic.
  Er griff ihren Arm und zog sie mit sich. Sirenen waren zu hören, als sie zu seinem Auto rannten. Dort angekommen warf Dominic Lauren die Wagenschlüssel zu.
  »Du musst fahren.«
  Sein linker Hemdsärmel hatte sich rot gefärbt von seinem Blut, sein Gesicht war schweißnass. Lauren blieb keine Zeit zum Nachdenken. Sie rannte um das Auto herum zur Fahrerseite und sprang hinein. Jetzt ging es darum, so schnell wie möglich zu verschwinden, ehe die Cops hier waren. Und dann musste sie Dominic schleunigst zu einem Arzt bringen.
  Die Reifen des Camaro drehten durch, als Lauren aufs Gas trat. Sie hatte noch nie so eine Karre gefahren und die PS überraschten sie derart, dass sie kurz die Kontrolle über den Wagen verlor. Das Heck brach aus und beinahe wäre sie in die Schaufensterfront einer Ladenzeile geschlittert. Doch dann griffen die Reifen wieder auf dem Asphalt und sie jagten davon. Die ersten roten Ampeln überfuhr Lauren einfach. Dann ging sie etwas vom Gas, um nicht auch noch von einem Verkehrspolizisten angehalten zu werden. Ganz toll – mit ihrem angeschossenen Beifahrer.
  Dominic presste sich ein Taschentuch an die Stelle seines Oberarms, wo das Blut herkam. Mit der anderen Hand tippte er auf seinem Smartphone. Dabei schrie er unentwegt Flüche und Verwünschungen heraus. Lauren war es schleierhaft, wie er mit der Hand des verwundeten Arms telefonieren wollte, doch es schein kein Problem zu sein. Wahrscheinlich pumpte in diesem Moment das Adrenalin durch seinen Körper und er spürte nicht viel, schlossfolgerte sie. Auch ihr Puls raste, sie begann zu zittern und bemühte sich, ihre Konzentration auf die Straße zu lenken.
  »Die scheiß Russen haben die Waffenruhe gebrochen und ich bin angeschossen!«, bellte Dominic ins Telefon. Lauren vermutete, dass er mit Leo oder einem seiner Männer sprach. »Ich brauche einen sauberen Wagen und zwar pronto.«
  Plötzlich nahm er das Telefon vom Ohr und deutete auf die Rechtsabbieger-Spur. »Lola, fahr hier rechts rein«.
  Lauren verstand ihn nicht. Er konnte offensichtlich nicht mehr klar denken. »Dom, du musst in die Notaufnahme.«
  »Fahr rechts, wie ich es dir sage!«, fauchte er zurück und wandte sich wieder seinem Telefonat zu.
  Lauren bog rechts ab, obwohl sie nicht wusste, wohin er wollte.
  »Schickt jemanden, der das bereinigt. Den Wagen bringt ihr zum Doc.« Mit diesen Worten beendete Dominic sein Gespräch und warf einen kurzen Blick auf die Wunde.
  »Du brauchst einen Arzt«, sagte Lauren atemlos. »Ich fahr dich ins Krankenhaus.«
  »Mit einer Schusswunde in die Notaufnahme? Sei nicht so naiv, Lola. Die sind verpflichtet, das den Cops zu melden. Nein, wir fahren zu einem Doc, den ich kenne.«
  Lauren nickte nur und folgte weiter seinen Ansagen. Sie hatte genug damit zu tun, sich auf die Straße und den Wagen zu konzentrieren, während irgendwo in ihrem Kopf die auf dem Parkplatz erlebte Szene wie ein Film ablief und immer wieder ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, wie ein Fernsehprogramm, dass in einem anderen Zimmer lief.
  Dominic hatte aufgehört zu fluchen und wirkte nun nachdenklich. Er ging im Kopf die Konsequenzen des heutigen Abends durch. Dabei war sein Gesicht angespannt, denn nun kam der Schmerz. Das Taschentuch war bereits von seinem Blut durchtränkt.
  Sie fuhren durch ein trostloses Industriegebiet, immer weiter aus der Stadt hinaus, und gelangten in eine Gegend, in der kleine, billige Häuser und Wohntrailer standen. Lauren drosselte die Geschwindigkeit und sah fragend zu Dominic herüber.
  »Was für ein Doc ist das?«
  »Einer von unserer Gehaltsliste.«


Coming soon ...